Wie Du erkennst, ob Dein Unternehmen finanziell gesund ist

Wie der Rubel rollt – Unternehmen und ihre Geldflüsse

Das Leben eines Kontos ist schon recht eintönig, und doch hängt alles davon ab, dass dieses Herz beständig schlägt und das Unternehmen finanziell gesund ist – denn nur dann geht es dem Unternehmer wirtschaftlich gut.

Wir haben bereits im letzten Artikel auf die Wichtigkeit von Liquidität hingewiesen. Heute wollen wir betrachten, woher die Geldströme stammen können und was sie als Indikator über die Gesundheit des Unternehmens aussagen.

Das grundlegende Ziel jedes Unternehmens ist Gewinn, oder anders ausgedrückt: ein langfristig positiver Geldfluss. Wenn also trotz allen Fluktuationen die Tendenz der Geldflüsse insgesamt positiv ist, wirtschaftet man erfolgreich. Das ist zunächst einmal ein Grund zur Freude. Dennoch lohnt aber auch eine nähere Betrachtung der Geldquellen, die im Unternehmen wirken.

Alles, was Du tust – Geschäftstätigkeit

Wer eine Ware produziert oder eine Dienstleistung anbietet, weiß es genau: es geht immer ums Netto im Säckel. Aufträge sind oft mit Vorleistungen verbunden, Produktionen erfordern Rohstoffe, Arbeitsmittel und natürlich Zeit, die vergütet werden will. Am Ende zählt der tatsächliche Gewinn.

Wer also für einen Auftrag 1.000 Euro erhält, aber vorher 900 Euro Aufwand hatte, macht lediglich 100 Euro Reingewinn. Will man mehr verdienen, muss man die Differenz, sprich seine Gewinnspanne erhöhen – entweder durch Senken der Aufwände oder durch Erhöhung der Entlohnung. Sofern man kein Monopol auf seine Ware oder Dienstleistung besitzt, ist das allerdings immer eine Frage des Wettbewerbs und der Preise, die die Konkurrenz verlangt. Die Möglichkeiten sind also begrenzt.

Grundsätzlich lässt sich aber sagen: wenn Geld aus dem Geschäftsbetrieb generiert wird, ist dies ein hervorragender Indikator dafür, dass es dem Unternehmen gut geht.

 

Geld ausgeben, um Geld zu machen – Investitionen

Manche Aufwände tun dem Unternehmenskonto kurz weh, zahlen sich aber langfristig aus. Das beste Beispiel sind Betriebsmittel: ein Unternehmen investiert in seine eigene Ausstattung, um besser wirtschaften zu können.

Wenn ein Printmediendesigner für seine Produktion jedes Mal zum Copyshop gehen muss, bezahlt er dort für die Nutzung der Druckmaschinen sowie für die Rohmaterialien, falls er keine eigenen beibringt. Ist er hingegen in der Lage sich selbst eine geeignete Druckmaschine (inklusive Tinte bzw. Toner, Papier und Wartungsvertrag) zuzulegen, spart er sich nicht nur den Weg, sondern auch sämtliche Mehrkosten, die ihm der Druckshop in der Rolle des Subunternehmers für jeden Auftrag in Rechnung stellen würde.  Sollte man irgendwann die Maschine verkaufen, ergibt das umgekehrt einen kurzfristigen Gewinn.

Kurzfristig ist das eine teure Anschaffung, also ein negativer Geldfluss für das Unternehmenskonto – langfristig aber zahlt sich diese Investition aus, weil die Produktionskosten sinken.

Sofern also die Summe aller Investitionen leicht negativ auf die insgesamt positive Gewinnkurve wirkt, ist das gut. Denn es bedeutet, dass immer wieder neue Investitionen getätigt werden, weil das Unternehmen am Wachsen ist.

 

Mensch, kannst du mir was pumpen – Finanzierungen

Wenn man ein Darlehen aufnimmt, erhöht man sein verfügbares Kapital aus einer externen Quelle, ohne dafür eigene Geschäftsprozesse in Anspruch zu nehmen oder Betriebsmittel abzustoßen. Der Vorteil liegt auf der Hand: man hat liquide Geldmittel, um kurzfristig eigene Verbindlichkeiten zu bedienen. Der Nachteil ist, dass es dieses zusätzliche Kapital nicht gratis gibt: Je nach Quelle und Laufzeit des Darlehens wird der Kreditgeber zu einem späteren Zeitpunkt eine höhere Summe als Kompensation erwarten, dafür, dass er in Zeiten des Bedarfs ausgeholfen hat.

Wer Finanzierungsmöglichkeiten nutzt, sollte sich also überlegen, ob und wann er in der Lage ist, die höhere Summe zurückzuzahlen. Als Indikator sollte dieser Anteil an Betriebskapital nur kurzfristig steigend, aber langfristig leicht abfallend sein – denn dann zahlt man seine Darlehen erfolgreich zurück.

 

Mit diesem Herzschlag ist Dein Unternehmen finanziell gesund

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es einem Unternehmen gut geht, so lange der Herzschlag mit der Zeit stärker wird. Kurzfristige Schwankungen im Geldfluss sind vollkommen natürlich, denn Einnahmen und Ausgaben hat jeder. So lange aber unter dem Strich ein Gewinn steht, ist das ein gutes Zeichen, denn die eigene Firma wächst und gedeiht.

Vorzugsweise wirtschaftet man auch nur mit den Gewinnen aus der Geschäftstätigkeit, aber manchmal genügt dieser finanzielle Spielraum nicht, um allen eventuellen Situationen zu begegnen. Daher sind Finanzierungslösungen das passende Mittel, um im richtigen Moment liquides Kapital zur Verfügung zu haben.

Wir empfehlen die Rechnungsvorfinanzierung von bezahlt.de, denn sie stellt geringere Anforderungen als Banken, während die Gebühren übersichtlich bleiben. Übrigens: Die Registrierung sowie die Prüfung und Bewertung aller hochgeladenen Rechnungen ist kostenlos.

 

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