In nur 5 Minuten liquide Mittel verstehen und optimieren

Wir sprechen ja ständig davon, dass unsere Dienstleistung es Freiberuflern sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglicht, ihre Liquidität zu optimieren oder kurzfristig zu verbessern. Was genau das aber bedeutet, sollte man als Unternehmer auch verstehen, ohne auch Buchhaltungsexperte zu sein. Darum erklären wir heute im Detail, was liquide Mittel sind, und wie unser Service für mehr Cash auf Deinem Konto sorgt.

Unser Ziel ist, dass Du diesen Artikel in 5 Minuten liest und verstehst – denn länger dauert das Hochladen einer Rechnung in unser System auch nicht! Schau einfach auf die Uhr und fang an zu lesen. Wir sind gespannt, ob wir es schaffen.

 

Rohstoff, Rechnung, Ca$h – Was sind eigentlich liquide Mittel?

Einfach ausgedrückt: Alles das, was in Deinem Unternehmen an Geld vorhanden ist oder schnell zu Geld gemacht werden kann, zählt zu den liquiden Mitteln.

 

In wenigen Worten

Alles Geld in Deinem Unternehmen ist in verschiedenster Form vorhanden. Grob kann man es in zwei Arten aufteilen: Die bleibenden und die nicht-bleibenden Geldwerte. Wir betrachten die zweite Hälfte; das Geld, das Dein Unternehmen durchläuft.

  • Einiges davon befindet sich auf Deinem Unternehmenskonto, anderes in der Portokasse oder es liegt als Scheck in Deiner Buchhaltung. In jedem Fall ist diese Art von Geldwert für Dich am schnellsten verfügbar.
  • Weitere Geldwerte sind sozusagen „vorübergehend unterwegs“, z.B. in Form von Rechnungen, die Du Deinen Kunden für erledigte Aufträge gestellt hast, die aber noch nicht bezahlt wurden. Diese Werte sind also noch kein bares Geld, aber es sind auch keine Warenwerte mehr.
  • Die dritte Art von liquiden Mitteln sind nicht ganz so schnell verfügbar. Dazu zählt alles, was man für die Produktion braucht, also Rohmaterialien ebenso sowie alle in Produktion befindlichen Waren und Erzeugnisse, egal ob fertig oder unfertig. Diese Dinge können durch Verkauf zu Geld gemacht werden, aber es dauert länger, als einfach bei der Bank Geld abzuheben.

Wenn Du z.B. Möbel herstellst, wären dies gleichermaßen das unbearbeitete Holz, alle daraus gefertigten (oder in Fertigung befindlichen) Bauteile wie auch alle fertigen Möbel, die in Deinem Lager auf den Verkauf warten.

Wie Du siehst, lassen sich alle diese Geldwerte auch nach der Verfügbarkeit ordnen, also in der Reihenfolge, wie schnell sie für andere Zwecke verwendet werden können.

 

Die lange Version

Ein Buchhalter betrachtet das gesamte Thema sehr viel differenzierter. Für ihn gibt es zunächst das Vermögen, das kurzfristig ins Unternehmen kommt und es dann wieder verlässt (Umlaufvermögen), und das Vermögen, das dauerhaft im Unternehmen verbleiben soll (Anlagevermögen). Beide haben zahlreiche Unterkategorien, in denen er sich genau auskennen muss. Im Falle des Umlaufvermögens regelt § 266 Abs. 2 B HGB, was alles dazu zählt. Die präzise Auflistung kennt auch die oben erwähnten drei Gruppen (sowie noch eine weitere) unter diesen Namen:

  • Vorräte
  • Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
  • Wertpapiere
  • Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Jeder dieser Gruppen ist intern nochmals unterteilt, um in der Bilanz sämtliche Werte übersichtlich, transparent und nach einheitlicher Ordnung aufzuführen. Für unsere Betrachtung würde das nun aber zu weit führen; wir interessieren uns vielmehr für die Umwandlung, die mit dem Service von bezahlt.de erreicht wird.

 

Aus Zeit mach Geld

Rechnungsvorfinanzierung in 5 Schritten erklärt

Wie bereits mehrfach erwähnt braucht es nicht viel mehr als eine ausgestellte Kundenrechnung, um unsere Rechnungsfinanzierung zu nutzen. Bilanztechnisch fällt dieses Dokument in die Gruppe der Forderungen, ist also ein Geldwert aus dem Umlaufvermögen. Es ist allerdings noch kein frei verfügbares Geld, da der Kunde ja erst noch zahlen muss.

 

1. Die Wartezeit

Der Rechnungsempfänger ist bei einer rechtsgültigen Rechnung zur Zahlung verpflichtet. Das Zahlungsziel, als Teil der Rechnung, gewährt ihm dazu einen festgelegten zeitlichen Spielraum. Sofern nicht anders vereinbart sind dies (vom Gesetzgeber vorgesehen) 30 Tage. Soll dieser Zeitraum kürzer sein, muss der Rechnungsempfänger dem zustimmen. Möchte der Rechnungsempfänger einen längeren Zeitraum gewähren, ist diese Zustimmung nicht nötig.

Es ist genau dieser Zeitraum bis zur Zahlung, der für Unternehmer schwierig werden kann, falls das Geld aus der Rechnung bereits vor dem Zahlungsziel verwendet werden soll oder muss. Kommt die Zahlung zu spät oder bleibt sie ganz aus, kann das beim Rechnungssteller für ernsthafte Probleme sorgen, wenn dadurch eigene Rechnungen nicht bezahlt werden können.

 

2. Die Begründung

Liquiditätsprobleme, die aus solchen Zahlungsverzögerungen resultieren, sind leider die Realität. Dabei hat der Unternehmer selbst aber gar nichts falsch gemacht, denn der Auftrag wurde ja bereits abgeschlossen! Die Ursache für seine Probleme liegen beim Rechnungsempfänger.

Darüber hinaus finden wir bei bezahlt.de lange Wartezeiten von 30 Tagen oder mehr auch ziemlich unfair. Wir glauben, Du solltest das gute Gefühl eines erledigten Auftrags gleich genießen können, anstatt erst in 30 Tagen – oder noch später. Darum ist es unser Ziel, dass Du den Lohn für Deine harte Arbeit gleich erhältst.

 

3. Die Prozedur

Unsere Dienstleistung, die Rechnungsvorfinanzierung, macht aus einer Forderung in Deinen Büchern ein Bankguthaben, also verfügbares Geld auf Deinem Unternehmenskonto. Dies geht dadurch, dass zur ursprünglichen Geschäftsbeziehung zwischen zwei Seiten (Unternehmen und Kunde) eine dritte Partei dazukommt – in diesem Falle sind das wir.

Du reichst uns Deine Kundenrechnung online ein; das geht komplett online, ohne Papierkram und dauert im Idealfall gerade mal 5 Minuten. Wir prüfen und bewerten das die Rechnung und mehrere Sicherheitskriterien, unter anderem zu Dir und Deinem Unternehmen, aber auch zum Empfänger; beispielsweise ob die Firma, an die Du die Rechnung gestellt hast, wirklich existiert. Wenn alle Kriterien dafür sprechen und sich die Rechnung zur Vorfinanzierung eignet, erhältst Du die Konditionen. Nimmst Du sie an, beginnt die Vorfinanzierung.

 

4. Die Vorfinanzierung

Dabei gehen wir auf der einen Seite für den Rechnungsempfänger in Vorleistung, d.h. wir arrangieren die Vorfinanzierung für die volle Rechnungssumme. Damit brauchst Du als Rechnungssteller nicht auf Dein Geld zu warten, da wir den größten Teil der Summe (bis zu 90%) schon innerhalb von 24 Stunden auszahlen können. Der Rest wird zur Sicherheit einbehalten.

Auf der anderen Seite nehmen wir nun die Zahlung des Rechnungsempfängers für Dich an. Dieser zahlt die volle Summe auf ein Verrechnungskonto im Namen des Rechnungsstellers, also in Deinem Namen bzw. dem Deines Unternehmens; es ändert sich also nur die IBAN für ihn.

Wir warten nun an Deiner Statt auf die (möglichst pünktlich) eingehende Zahlung. Uns macht die Wartezeit nichts aus; vielmehr ist uns wichtig, dass die Zahlung der vollen Rechnungssumme entspricht. Trifft das zu, geben wir den Restbetrag abzüglich unserer Gebühr an Dich, den Rechnungssteller weiter.

 

5. Die Kosten

Diese Gebühr ist nötig, da wir für den sicheren Ablauf der Transaktion sorgen und mehrere Sicherheitsprüfungen durchführen müssen. Daher ist der Service nicht kostenlos – allerdings kostet er im Idealfall auch nur 2,49% der Rechnungssumme. Das Beste daran: Du kannst diese Kosten grundsätzlich als Betriebsaufwand von Deiner Steuer absetzen. Frag einfach Deinen Steuerberater.

Die Zahlung der Rechnung ist übrigens das einzige Geld, das wir erhalten. Du, als der Rechnungssteller und unser Kunde, brauchst uns gar nichts zahlen, sofern alles wie vorgesehen abläuft.

 

Noch einmal in Kurzfassung

Bei der Vorfinanzierung einer Rechnung geht der Finanzierer als dritte Partei für den Rechnungsempfänger in Vorleistung. Für ihn ändert sich außer der IBAN nichts; er erfährt im Normalfall nicht einmal, dass der Rechnungssteller unseren Service genutzt hat.

Für den Rechnungssteller wird effektiv die Wartezeit einer gestellten Rechnung verkürzt. Er macht aus der (Warte-)Zeit einfach Geld. Die Gebühr für diesen Vorgang beträgt nur wenige Prozente der Rechnungssumme und ist grundsätzlich steuerlich absetzbar.

Nun schau noch einmal auf die Uhr; haben wir unser Ziel erreicht? Waren es nur 5 Minuten?

 

 

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